Alle Artikel von PL

Drei Podestplätze für die Kartteufel

Am vergangenen Sonntag, dem 4. Juli, fand der alljährliche Jugend-Kart-Slalom des MSC Knetzgau statt. Dies war die zweite Jugend-Kart-Slalom-Veranstaltung 2021 in Unterfranken. Bei dieser Sportart sind die wichtigsten Aspekte die sichere Beherrschung des Fahrzeugs und das fehlerfreie Absolvieren der Strecke. Nur, wer das Kart einwandfrei durch den mit Pylonen abgesteckten Parcours manövrieren kann, hat am Ende Chancen auf den Sieg.

Um dies zu erreichen, wird von den Fahrern ein sehr guter Überblick, eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit, ein schnelles situationsbedingtes Urteilsvermögen, sowie das Zusammenspiel von Beschleunigen, Bremsen und Lenken (Fahrverhalten) abverlangt. Diese Fähigkeiten werden dabei auch stets geschult und weiter ausgeprägt und sind für die Jugendlichen eine durchaus nützliche Vorbereitung auf den Straßenverkehr – besonders für Gefahrensituationen, in denen man schnell und präzise reagieren muss.

Bei unserem Jugend-Kart-Slalom-Turnier kann sich jeder Fahrer im Trainingslauf zunächst an das vom Veranstalter gestellte Kart und den Parcours gewöhnen, bevor es in den zwei darauffolgenden Wertungsläufen um die schnellste gefahrene Gesamtzeit geht. Für jede umgeschmissene oder aus der Markierung verschobene Pylone gibt es 2 Strafsekunden; daher gilt das fehlerfreie Fahren als oberste Priorität.

Da das Kart beim Jugend-Kart-Slalom stets vom Veranstalter gestellt wird, hat jeder Teilnehmer die gleichen Bedingungen – kein Vergleich zur Formel 1, wo ein Großteil des Erfolgs vom Fahrzeug abhängt.

Als zusätzliche Sicherheit sind (für den Fall der Fälle) während der gesamten Veranstaltung zwei Rettungssanitäter vor Ort, die glücklicherweise nichts zu tun hatten.

Die AK1 (Jahrgänge 2014 bis 2012) war mit 11 Startern gut besucht. Den Sieg konnte sich Maxim Netsch vom MSC Marktredwitz sichern, indem er schnelle, fehlerfreie Runden fuhr. Andreas Rauh (MSC Auerbach) und Leon Heinze (MSC Fränkische Schweiz) komplettierten das Podest. Vom MSC Knetzgau ging in dieser Klasse kein Fahrer an den Start.

In der AK2 (Jahrgänge 2011 und 2010) gingen Dominik Fröse und Otis Kehr für den MSC Knetzgau mit schnellen Zeiten an den Start. Aufgrund von einer bzw. zwei Pylonen konnten die beiden aber nur Platz 5 und 8 einfahren. Der Sieger dieser Altersklasse war Silas Weidlich vom OC Würzburg. Knapp dahinter auf Platz 2 lag Korbinian Regn vom MSC Auerbach mit nur 8 Hundertstelsekunden Abstand. Platz 3 belegte Joel Böhm, ebenfalls vom MSC Auerbach, der trotz eines Pylonenfehlers nur eine halbe Sekunde hinter dem Führenden lag. In dieser Klasse gab es insgesamt 18 Starter.

Gegen Mittag ging die AK3 (Jahrgänge 2009 und 2008) mit 18 Teilnehmern an den Start. Als die 2. Wertungsläufe gefahren wurden, begann es nach und nach immer mehr zu regnen. Nachdem die ersten Starter noch wesentlich bessere Bedingungen hatten, wurde Einspruch eingelegt, woraufhin das Schiedsgericht beschloss, den Durchgang auf Intermediates neu zu starten. Somit galten wieder gleiche Bedingungen für alle Fahrer. Die beiden Knetzgauer Pascal Godula und Lina Terhar konnten das Kart unter trockenen, sowie nassen Streckenbedingungen sicher durch den Parcours manövrieren. Mit hervorragenden Zeiten konnte Pascal Godula das Rennen gewinnen. Lina Terhar belegte einen guten 8. Platz. Eine Sekunde hinter dem Sieger lag Julian Friemelt (AMC Kitzingen) auf Platz 2 und eine weitere Sekunde Abstand hatte Leni Reithmeier vom AC Waldershof auf Platz 3. Leider musste der Veranstalter nach der Entscheidung des Schiedsgerichts auf Neustart feststellen, dass 3 Fahrer bereits nach Hause gingen, ohne sich abzumelden – diese konnten somit nicht gewertet werden.

13 Teilnehmer gingen in der AK4 (Jahrgänge 2007 und 2006) auf sehr nasser Strecke an den Start. Die Lokalmatadoren Moritz Terhar und Finn Düring konnten durch Spitzenzeiten die Plätze 1 und 2 einfahren. Aber auch Elias Härtl vom MSC Auerbach war schnell unterwegs und landete auf dem 3. Platz. Bei Pascal Gebhardt vom MSC Knetzgau lief es heute nicht ganz so gut. Aufgrund von 3 Pylonen und fehlendem Tempo landete er auf dem achten Platz. Für die neue Knetzgauer Fahrerin, Emma Henneberger, war es ein schwieriges Rennen, da sie das erste Mal im Regen gefahren ist. Sie hat es aber trotzdem geschafft, im 2. Wertungslauf fehlerfrei zu bleiben und eine gute Zeit zu fahren. Sie belegte den 13. Platz. 

Die AK5 (Jahrgänge 2005 bis 2003) war mit 11 Startern mäßig besucht. Die Strecke trocknete langsam wieder ab, es wurde aber bis zum Ende auf den Intermediates gefahren, da diese auch auf fast trockener Fahrbahn noch sehr gut fahrbar waren. Die Fahrer des OC Würzburg schafften es, das komplette Podest für sich zu gewinnen. Dabei ging Sina Hetzer als Siegerin hervor, Tim Hilpert belegte den 2. Platz und Noel Weidlich komplettierte das Podest mit dem 3. Platz. Der Knetzgauer Raphael Stoppel hatte im 1. Wertungslauf bereits eine Pylone geschmissen, konnte im 2. Wertungslauf mit der Tagesbestzeit aber sein Können noch beweisen und sich auf den 4. Platz, knapp hinter den 3 Würzburgern, retten.

Leider gab es nur 3 Mannschaftsnennungen. Platz 1 und 2 belegten die beiden Mannschaften des MSC Knetzgau und auf dem 3. Platz lag die Mannschaft des AMC Kitzingen.

Aufgrund der Corona-Pandemie gab es bei der Veranstaltung eine Online-Anmeldung, um die Anzahl der Anwesenden Personen regulieren zu können. Insgesamt gingen 71 Teilnehmer an den Start. Zwei der fünf Klassensiege wurden von Fahrern des MSC Knetzgau eingefahren. Die Tagesbestzeit (32,97 Sekunden) konnte Raphael Stoppel einfahren, die Gesamtbestzeit (69,49 Sekunden) fuhr Sina Hetzer vom OC Würzburg.

Das Wetter hat etwas verrückt gespielt. Während es am Vormittag noch angenehm war, wurde es gegen Mittag in der Sonne sehr heiß. Im 2. Lauf der AK3 begann es dann stark zu regnen, durch den Neustart waren jedoch trotzdem faire Bedingungen für alle Fahrer gegeben. Nach der AK3 wurde die Veranstaltung für eine halbe Stunde unterbrochen, da die Wetterlage unklar war und ein Gewitter im Kommen war. Dieses blieb glücklicherweise jedoch fern. Zur AK5 hat es dann wieder abgetrocknet, wodurch die hinteren Starter einen kleinen Vorteil hatten. Die Strecke wurde rund 1,5 Sekunden schneller. Für das leibliche Wohl wurde wie immer bestens gesorgt.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Zuschauern, Teilnehmern und Helfern rund um die Veranstaltung, die sich alle stets gut an die Hygienemaßnahmen gehalten haben, sowie natürlich bei der Gemeinde Knetzgau, dem ADAC Nordbayern und dem BMV, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre.